Kinoreihe „Transformation“:
Fesselnder Animationsfilm ohne Worte
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10.01.2026
stk
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Der Überraschungserfolg aus dem Jahr 2024, der in seiner Heimat sämtliche Besucherrekorde brach, vermittelt eine völlig neue Art des Sehens: Der lettische Regisseur Gints Zilbalodis präsentiert eine beeindruckend animierte Tierodyssee, die ohne Hintergrundgeschichte, gesprochene Worte oder die Vermenschlichung der Tiere auskommt. „Flow“ verwendet nur Tierlaute und setzt Zilbalodis’ Kurzfilm „Aqua“ thematisch und erzählerisch fort.
Plädoyer für Freundschaft und Solidarität
Die Handlung spielt in einer unbestimmten Zukunft, in der nur noch Ruinen von menschlicher Existenz zeugen und erzählt vom Überleben nach einer Naturkatastrophe. Während einer Sintflut biblischen Ausmaßes erlebt eine Katze in einem Segelschiff zusammen mit vier tierischen Gefährten eine Irrfahrt durch eine Welt, die zu versinken droht. Gemeinsam mit einem Capybara, einem Lemuren, einem Golden Retriever und einem Sekretärvogel sucht sie nach dem rettenden Land. Dabei schaffen es die Tiere, die buchstäblich im selben Boot sitzen, sich gegenseitig zu helfen, um eine Überlebenschance zu haben.
In atmosphärisch-poetischen Bildern zeichnet der Regisseur eine lyrische Überlebensfabel von einer zwar untergehenden, aber dennoch wunderschönen Welt. Dabei entwickelt sich die Independent-Produktion zu einem gelungenen Plädoyer für die Überwindung von Unterschieden und die Kraft der Zusammenarbeit.
Preisgekrönte Produktion
„Flow“ wurde von Lettland als Beitrag für die Oscarverleihung 2025 als bester Internationaler Film eingereicht und gewann den Oscar für den besten Animationsfilm. Bereits zuvor wurde er im Rahmen des Europäischen Filmpreises 2024 – ebenso wie bei den Golden Globe Awards 2025 – als bester Animationsfilm ausgezeichnet.
Veränderungen zum Guten wie zum Schlechten
Bis zum März 2026 darf sich das Publikum auf einen bunten Mix unterschiedlicher Filme freuen. „In der Auswahl der Werke spiegelt sich, in welcher Geschwindigkeit sich Dinge in der Welt verändern und dass dies sowohl in negativer wie auch in positiver Hinsicht erfolgen kann“, erläutert Sandra Scholz, was sich hinter dem Oberbegriff „Transformation“ verbirgt. Die Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau hat die Beiträge gemeinsam mit Regina Yilmaz-Grein und Ana Perkovic vom Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich sowie Dr. Angela Beike und Susanne Hormel von der Volkshochschule Kreis Offenbach ausgesucht.
Sich neu erfinden, Risiken wagen
„Transformation bedeutet für uns, neue Wege zu gehen, Veränderungen zu wagen, der Welt immer wieder neu zu begegnen“, erklärt Regina Yilmaz-Grein. „Die Protagonist*innen unserer Filmreihe tun genau das. Sie erfinden sich neu, gehen Risiken ein und dürfen die Welt, in der sie leben und sich selbst neu entdecken“, ergänzt Ana Perkovic.
„Die Filme machen deutlich, dass auch ganz kleine Veränderungen große Wirkungen hervorrufen können“, betont Dr. Angela Beike. „Leben ist Transformation – das führt uns die aktuelle Reihe auf vielfältige Art und Weise vor Augen“ stellt Susanne Hormel abschließend fest.
Tickets online oder an der Abendkasse
Der Eintritt beträgt zehn Euro auf allen Plätzen. Tickets gibt es online unter www.viktoriakino.de oder direkt vor Ort an der Abendkasse. Einlass ist ab 19:30 Uhr, Filmbeginn um 20 Uhr, stets mit einer kurzen Einführung. Jeweils zweimal zwei Karten pro Vorstellung werden im Vorfeld von der Offenbach-Post verlost.
Die Filmreihe
Die Filmreihe ist eine Kooperation des Frauen- und Gleichstellungsbüros der Stadt Dreieich mit dem Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau und der vhs Dreieich. Interessierte finden jeweils aktuelle Informationen auf den Webseiten der Kooperationspartner oder in den Medien.
Weitere Informationen:
Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Dreieich
Regina Yilmaz-Grein, Ana Perkovic
Telefon: 06103 / 601-961
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