Dekanat Dreieich

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Pröpstin Karin Held im Gespräch zur „Norderweiterung“

Zuwachs in der Propstei Starkenburg

Stephanie KunertPröpstin Karin Held bei ihrem Besuch im Langener Haus der Kirche im Gespräch mit Dekan Reinhard Zincke.

Das Evangelische Dekanat Dreieich gehört wieder – wie schon einmal bis 1996 – zur Propstei Starkenburg. Zuständige Pröpstin ist Pfarrerin Karin Held mit Sitz in Darmstadt. Aus Anlass der Neuordnung der Propsteigrenzen in der EKHN war sie zu Besuch im Langener Haus der Kirche und stand uns Rede und Antwort.

Ursprünglich aus dem Ruhrgebiet stammend, hat die 60-jährige Theologin etliche Verbindungen in den Landkreis Offenbach – nicht zuletzt aus der Zeit ihres Vikariats in der Dreieichenhainer Burgkirchengemeinde. So war bei ihrer Ordination im rheinhessischen Dekanat Alzey auch die ehemalige Pröpstin Helga Trösken mit dabei – vor Ort bestens bekannt als vormalige Langener Pfarrerin. Und nachdem Held selbst 1998 im Alter von nur 41 Jahren von der Synode zur Pröpstin bestimmt worden war, ordinierte sie wiederum Steffen Held. Mit dem Langener Pfarrer ist sie übrigens ungeachtet der Namensgleichheit weder verwandt noch verschwägert.

Was ist Ihnen in Ihrem Amt als Pröpstin wichtig – worin sehen Sie Ihre Rolle?

Karin Held: Für mich ist es ein schönes Amt in der Landeskirche. Propsteibereiche sind ja keine eigenständigen rechtlichen Größen, sondern Visitationsbezirke. Meine Aufgabe ist es, geistlich orientierend zu wirken und geistlich zu leiten. Bei meiner Arbeit stehen nicht Strukturen im Mittelpunkt, sondern Menschen. Als Pfarrerin mit Kirchenleitungsfunktion verstehe ich mich als Scharnier von den Gemeinden in die Kirchenleitung hinein. Es ist mir wichtig, vor Ort präsent zu sein, weil ich den persönlichen Kontakt zu den Pfarrerinnen, Pfarrern und Kirchenvorständen sowie in die Gemeinden und Dekanate hinein wesentlich und zentral finde. Das möchte ich gerne weiterhin so halten, auch wenn die Propstei nun um ein Drittel größer geworden ist. Dabei ist es sicher hilfreich, dass ich gerne Auto fahre.

Wie wird sich die Vergrößerung der Propstei Starkenburg auf Ihre inhaltliche Arbeit auswirken? Wie werden Sie mit der großen Propstei vom Arbeitsumfang her zurechtkommen? Werden einzelne Arbeitsbereiche zukünftig wegfallen müssen?

Karin Held: Ich möchte meinen persönlichen Stil nicht verändern. Es kommt mir sicher zugute, dass ich dieses Amt bereits so lange ausübe, kein Neuling bin, sondern über eine große Gemeindekenntnis und viel Erfahrung in der Arbeit der Kirchenleitung verfüge. Aber auf einiges werde ich auch verzichten müssen. Beispielsweise werde ich bei den Prüfungen der Vikarinnen und Vikare nicht mehr – wie bisher – zwei Gottesdienste besuchen. Bei einigen Bilanzierungsgesprächen werde ich nicht mehr persönlich anwesend sein, sondern mich schriftlich informieren lassen. Und bei Ordinationsjubiläen wird es wie in der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck (EKKW) zentrale Veranstaltungen geben, in denen mehrere Pfarrerinnen und Pfarrer ihr 40. oder 50. Dienstjubiläum gemeinsam feiern.

Welche Herausforderungen sehen Sie darin, dass in der neuen Propstei einige Dekanatsfusionen kürzlich vollzogen wurden oder aber - wie zwischen den Dekanaten Dreieich und Rodgau - in naher Zukunft bevorstehen? Worin sehen Sie hierbei Ihren Part? Welche Form der Unterstützung dürfen die betroffenen Dekanate von Ihnen erwarten?

Karin Held: Ich habe schon etliche Zusammenschlüsse von Dekanaten miterlebt – und erzähle den Beteiligten in den Fusionsprozessen gerne von gelungenen Beispielen an der Bergstraße und im Vorderen Odenwald. Meine Rolle sehe ich in der konstruktiven Begleitung und darin, auf Zuruf dabei zu sein, wenn ich gebraucht werde.

Hintergrund Propsteien:

Grob vereinfacht ähneln Propsteien in etwa Regierungsbezirken im politischen Bereich. Die Pröpstinnen und Pröpste sind für die geistliche Leitung in ihrer Region verantwortlich, die wiederum in Dekanate untergliedert ist. Sie nehmen in ihrer Region die klassischen bischöflichen Aufgaben wahr und tragen Sorge für die „rechte Wortverkündigung und Verwaltung der Sakramente“, wie es die Kirchenordnung beschreibt. Die Pröpstinnen und Pröpste nehmen Amtseinführungen (Ordinationen) vor und begleiten Pfarrstellenwechsel und -besetzungen sowie die theologischen Fortbildungen der Pfarrerinnen und Pfarrer. Daher gehört auch die Seelsorge an Pfarrerinnen und Pfarrer zu ihren Aufgaben. Ihnen obliegt außerdem die Dienstaufsicht über die Dekaninnen und Dekane. Sie sind zudem qua Amt Mitglieder der hessen-nassauischen Kirchenleitung.

Zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gehören aktuell 1.143 Gemeinden, 36 Dekanate und fünf Propsteien. Die EKHN hat knapp 1,6 Millionen Mitglieder. Das gesamte Kirchengebiet reicht von Biedenkopf im Norden über Frankfurt bis Neckarsteinach im Süden und von Schlitz im Osten über Mainz bis Bingen im Westen. Rund ein Fünftel der hessen-nassauischen Kirche liegt in Rheinland-Pfalz.

Quelle: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

Mehr Informationen zu den einzelnen Propsteien auch unter:
http://www.ekhn.de/ueber-uns/aufbau-der-landeskirche/propsteibereiche.html

Eine Karte der neuen Grenzziehungen ist dazu auf dieser Seite online abrufbar:
http://www.ekhn.de/ueber-uns/aufbau-der-landeskirche/propsteibereiche/neuordnung-der-propsteibereiche.html

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