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Deutsche Jugendliche wohlbehalten aus dem Land der Pharaonen zurück

Tolle Eindrücke aus Ägypten

Joachim ReinhardWalk like an Egyptian: Zoe, Anna, Fabian und Denise (alle aus Neu-Isenburg) hatten ihren Spaß vor den Pyramiden von Gizeh.

Auch der 22. Deutsch-Ägyptische Jugendaustausch des Evangelischen Dekanats Dreieich war mit seinen Begegnungen zwischen jungen deutschen und ägyptischen Christen eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten. Zehn Jugendliche aus Dreieich, Egelsbach, Langen und Neu-Isenburg kehrten mit ihren Begleitern wohlbehalten aus dem Land der Pharaonen zurück.

Joachim ReinhardDeutsch-ägyptische Freundschaft: Gruppenfoto vor dem Terrassentempel der Königin Hatschepsut.

Zehn Jugendliche aus dem Evangelischen Dekanat Dreieich und ihre Begleiter sind wohlbehalten von einer Jugendbegegnung in Ägypten heimgekehrt. Die Begegnung zwischen den deutschen und  ägyptischen jungen Christen war komplett störungsfrei und ohne Zwischenfälle verlaufen: eine Reise, an die alle Beteiligten noch lange zurückdenken werden.

Die elftägige Tour war Teil eines deutsch-ägyptischen Jugendaustausches, dessen Anfänge bis in das Jahr 1982 zurückreichen. Organisiert wurde das Programm vom Evangelischen Dekanat Dreieich in Kooperation mit den Evangelischen Kirchengemeinden Gravenbruch und Langen. Gemeindepädagoge Joachim Reinhard und der ehrenamtliche Mitarbeiter Ralf Bartocha begleiteten die Jugendlichen in das Land der Pharaonen. Unterstützt und beraten wurden sie dabei von Pfarrer Dr. Tharwat Kades aus Langen.  Kades stammt aus Ägypten, ist ein hervorragender Kenner des Landes und konnte der Gruppe mit Hilfe seiner umfangreichen Kontakte viele Wege ebnen und Türen öffnen.

Unglaublich schön und interessant sei die Reise gewesen sagt die 19 Jahre alte Filina aus Egelsbach, insbesondere "wie toll die Tempel aussehen", und die Freundlichkeit der Ägypter haben sie beeindruckt. "Spannend und lustig" fanden fanden Zoe und Anna (beie 14 Jahre alt) aus Neu-Isenburg die Reise, besonders in Erinnerung geblieben ist ihnen der wilde Straßenverkehr in Kairo und der Kamelritt bei den Pyramiden von Gizeh. "Super schön" sei die Reise gewesen, sagt der 15 Jahre alte Fabian aus Gravenbruch. "Wir hatten die Möglichkeit, die ägyptische Kultur kennenzulernen und Freundschaften zu schließen".

Den Auftakt der Tour bildete ein dreitägiger Kairo-Aufenthalt: Ein Ausflug zu den Pyramiden, das ägyptische Nationalmuseum, Alt-Kairo, eine nächtliche Bootsfahrt auf dem Nil und  ein Bazarbesuch standen auf dem Programm. Darüber hinaus besuchten die Jugendlichen die Kairoer Al Azhar, eine der wichtigsten Autoritäten des sunnitischen Islam, sowie ein Sozialprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, besondere Talente von Kindern und Jugendlichen zu erkennen und zu fördern.

Im Zentrum der Reise stand allerdings der Kontakt mit einer gleich großen Gruppe junger ägyptischer Christen. Die Verständigung verlief vorzugsweise auf Englisch, manchmal auch mit Händen und Füßen. Gemeinsam unternahmen Deutsche und Ägypter eine Nilkreuzfahrt: sie spazierten über den Assuan Hochdamm, besichtigten die Tempelanlagen von Kom Ombo, Edfu und Luxor. Zwischendurch gab es auf dem Schiff  Diskussionsrunden zu Themen wie dem Verhältnis von Christen und Muslimen, den Möglichkeiten der Bekämpfung von religiös motiviertem Fundamentalismus und Terrorismus, oder zu den Freundschaften und Beziehungen zwischen Jungen und Mädchen. "Der Einfluss von Religion, Kultur und Politik auf die Lebensentwürfe von ägyptischen und deutschen Jugendlichen", war das übergeordnete Thema der Begegnung.

Die 15 Jahre alte Sarah aus Kairo erzählt, dass sie befürchetet hatte, keinen guten Draht zu den Deutschen finden, aber das Gegenteil sei dann der Fall gewesen: "Ich hatte gedacht, die Deutschen seien total oberflächlich, da habe ich mich getäuscht. Jetzt bin dankbar, dass mich mein Vater mehr oder weniger gezwungen hatte, an dem Programm teilzunehmen." Die 17 Jahre alte Julia aus Dreieich fand die ägyptischen Jugendlichen alle "total süß: Wir hatten jede Menge Spaß zusammen.".

Gemeindepädagoge Joachim Reinhard und Pfarrer Dr. Kades zogen zum Abschluss der Begegnung eine positive Bilanz: „Der Kontakt zwischen deutschen und ägyptischen Jugendlichen wurde von Tag zu Tag immer besser. Die Jugendlichen  konnten von einander lernen.“

Gute Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Projektes, dessen Anliegen es ist, Brücken zu bauen zwischen den Kulturen und Religionen: Für das nächste Jahr sind die jungen Ägypter zu einem Besuch nach Deutschland eingeladen.

Die Jugendbegegnung im Evangelischen Dekanat Dreieich wird im Rahmen der Deutsch-Ägyptischen Transformationspartnerschaft vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziell gefördert.

(Joachim Reinhard)

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