Dekanat Dreieich

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Vergnügliche Einblicke in reformatorische Themen

Theater in der Kirche

Brigitta PhilippsDer Reformator wird von seinem Freund Lucas Cranach porträtiert.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „500 Jahre Reformation“ der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Am Marktplatz gastierte das „Theater & nedelmann“ mit dem Zwei-Personen-Stück „Cranach malt Luther“ in der Neu-Isenburger Kirche. Das Schauspiel in zwölf Bildern wurde dargeboten vom T&N Theater, Darsteller waren Friederike und Oliver Nedelmann aus Urberach.

In bester Tradition des Kammerspiels - oder auch des Zimmertheaters - faszinierte die Art und Weise, wie die ausführenden Künstler auf sehr sachkundige, manchmal ernste, manchmal auch kurzweilige Weise einen Einblick gewährten in das Werden der Reformation und die Hauptthemen reformatorischen Denkens: Wir schreiben das Jahr 1539. Lucas Cranach porträtiert Martin Luther. Anhand von zwölf Bildern erlebten die Zuschauer bei dem Schauspiel von Theater & nedelmann mit, wie das Bild auf der Leinwand Gestalt annahm. Gleichzeitig entstand so während des Abends auch ein Bild vom Leben Luthers.

Das atmosphärisch dichte Kammerspiel behandelte kleine Nöte im Alltag genauso wie große (kirchen)politische Entscheidungen. Cranach wurde dargestellt als ein guter Freund Luthers, ein Vertrauter voller Mutterwitz, der den Reformator zu nehmen wusste mit seinen Launen und Eigenheiten. Und da auch Luther bekanntlich nicht aufs Maul gefallen war, erlebte das Publikum herrliche Wortgefechte.

So bot das Theaterstück von Oliver Nedelmann zwar keine „spektakulären Neuigkeiten“ über Luther oder eine „neue Sicht“ auf den Reformator, aber eine lebendige Auseinandersetzung mit einem äußerst kraftvollen und auch widersprüchlichen Menschen. Der gleichermaßen humorvolle wie ernste Beitrag zum Lutherjahr zeigte keinen kirchlich weichgespülten Luther, sondern lotete dessen theologische Tiefe aus, sparte nicht an kritischen Tönen und bot dennoch dem Publikum ganz viel zu lachen.

Die Anwesenden waren sehr beeindruckt und dankten mit lange anhaltendem Applaus. Alle hatten danach das Gefühl, auf spielerische Art viel über das gelernt zu haben, worauf es bei dem, was man Reformation nennt, ankommt.

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