Dekanat Dreieich

Angebote und Themen

Herzlich willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Dreieichzu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Fast 40 Jahre im Dienst der Kirche

Pfarrer Roland Fretter sagt Adieu

Reinhard ZinckePröpstin Karin Held verabschiedete Pfarrer Roland Fretter in den Ruhestand.

Nach fast 40 Jahren im Dienst der Kirche verabschiedete Pröpstin Karin Held Pfarrer Roland Fretter zum Jahresende in den Ruhestand. Der 65-jährige Geistliche war seit 2010 in der Altenheimseelsorge in Neu-Isenburg tätig.

Geboren und aufgewachsen in Guntersblum, interessierte er sich früh für die Kirche. Die Familie wohnte in einer Gärtnerei, und schon als kleines Kind faszinierten ihn die biblischen Geschichten über die Schöpfung. Als Heranwachsender war er bei den christlichen Pfadfindern und dem örtlichen Jugendverband "Entschieden für Christus" aktiv.

Nach seiner Schulzeit in Oppenheim studierte er Theologie in Mainz, Heidelberg und Straßburg. Die Semesterferien verbrachte er in internationalen Workcamps, wo er sich an verschiedenen sozialen Projekten beteiligte. Dort lernte er auch seine spätere Frau kennen - sie stammt aus Frankreich.

1978 legte er das erste Theologische Examen ab und ging 1979 ins Vikariat nach Rüsselsheim. Dort kreuzten sich seine Wege bereits mit Reinhard Zincke: Der jetzige Dekan im Evangelischen Dekanat Dreieich begann dort ebenfalls sein Vikariat.

Fretter zog es nach seinem zweiten Theologischen Examen zunächst ein halbes Jahr in den Westen von Paris. Dort absolvierte er ein Praktikum an der Eglise Reformée. Zurück in Deutschland, nahm der Geistliche seinen Dienst in Frankfurt-Schwanheim auf. Eine seiner dortigen Konfirmandinnen - Sabine Hintze - traf er später in Neu-Isenburg wieder: Sie arbeitet in der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Am Marktplatz.

Von 1984 an folgten vier Jahre, die der Vater dreier Kinder erneut in Frankreich verbrachte. In der reformierten Kirche in Soisson, südlich von Paris, traf er auf ganz andere Bedingungen als in Deutschland: Er erfuhr ganz praktisch, was eine strikte Trennung von Kirche und Staat bedeutet, was es heißt, ohne Kirchensteuer auszukommen, rein auf Spenden angewiesen zu sein. Gleichzeitig erlebte er dort eine große Eigenständigkeit der Ehrenamtlichen, die Gottesdienste selbst hielten, wenn kein Pfarrer verfügbar war.

1988 übernahm er die Pfarrstelle für Altenheimseelsorge in Offenbach, die er 18 Jahre lang innehatte, bevor er 2010 ins Dekanat Dreieich kam, um sich diesem Arbeitsfeld in Neu-Isenburg zu widmen. Er predigte ebenso gerne, wie er Menschen besuchte, um ihnen und ihren Geschichten zuzuhören.

Auf den Ruheständler warten nicht nur ehrenamtliche Aufgaben in der Flüchtlingsarbeit und bei der Tafel. Er hofft auch, sich nun ausgiebig mit Fragen der Spiritualität und Philosophie beschäftigen zu können und endlich mehr Zeit zum Lesen und Wandern zu haben.

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top