Dekanat Dreieich

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Schneller-Schulen erneut sozial-ökumenisches Projekt im Dekanat

Friedliches Miteinander der Religionen

Dr. Uwe Gräbe, EVSIn den Schneller-Schulen werden Kinder unterschiedlicher Religionen gemeinsam unterrichtet.

Auf der jüngsten Tagung der XII. Synode im Evangelischen Dekanat Dreieich beschlossen die Delegierten, die Schneller-Schulen, die sie bereits im vergangenen Jahr als sozial-ökumenisches Projekt ausgewählt hatten, ein weiteres Jahr zu unterstützen. 2016 waren 3.600 Euro zusammengekommen.

Foto: Dr. Uwe Gräbe, EVSNach dem Schulabschluss kann ein Teil der jungen Menschen eine handwerkliche Ausbildung in den Werkstätten der Schulen machen.

Ein friedliches Miteinander der Religionen lässt sich lernen. In diesem Bereich leisten seit mehr als 150 Jahren die Schneller-Schulen im Nahen Osten wertvolle Arbeit. Auf der jüngsten Tagung der XII. Synode im Evangelischen Dekanat Dreieich beschlossen die Delegierten, die Schneller-Schulen, die sie bereits im vergangenen Jahr als sozial-ökumenisches Projekt ausgewählt hatten, ein weiteres Jahr zu unterstützen. Damit wird der Evangelische Verein für die Schneller-Schulen (EVS) auch im Jahr 2017 mit Kollekten und Spenden der Kirchengemeinden gefördert.

„In diesen Einrichtungen im Libanon und in Jordanien können Heranwachsende verschiedener Religionen gemeinsam unterrichtet werden, aktuell leben dort christliche und muslimische Kinder zusammen – seit 2002 werden auch Mädchen aufgenommen“, erläutert die Langener Pfarrerin Christiane Musch, die dem Ökumene-Ausschuss im Dekanat vorsteht. „Im Miteinander erfahren sie das friedliche Zusammenleben und lernen den Respekt vor der Religion des Anderen.“

Die Kinder stammen in der Regel aus armen Familien, die sich das Schulgeld nicht leisten können. Nach dem Schulabschluss kann ein Teil von ihnen eine handwerkliche Ausbildung in den schuleigenen Werkstätten machen. „Wenn diese jungen Menschen eine gute Schul- und Berufsausbildung erhalten, bekommen sie damit eine Chance, ihr Leben später selbst zu gestalten und am Aufbau einer friedlichen Zukunft im Nahen Osten mitzuwirken“, hofft auch Dekan Reinhard Zincke.

1952 wurde die Johann-Ludwig-Schneller-Schule in Khirbet Kanafar im Libanon gegründet. Die Theodor-Schneller-Schule in Amman, Jordanien, existiert seit 1959. Beide gehen auf das Syrische Waisenhaus zurück, das der schwäbische Pädagoge Johann Ludwig Schneller 1860 in Jerusalem gründete und liegen jeweils in lokaler Trägerschaft: Für die Schule im Libanon ist die Nationale Evangelische Kirche von Beirut verantwortlich, für die in Jordanien die Bischöfliche Kirche in Jerusalem und dem Mittleren Osten.

Der Evangelische Verein für die Schneller-Schulen (EVS) unterstützt die zwei Schulen als Förderverein. Als Gründungsmitglied der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) arbeitet der EVS partnerschaftlich mit den Trägerkirchen der Schneller-Schulen zusammen, die beide Mitgliedskirchen der EMS sind. Vereinsvorsitzender ist seit 1997 Pfarrer Klaus Schmid.

Spendenkonto:

Evangelische Bank
IBAN DE25 55206 0410 0004 1001 15
Verwendungszweck: 1389.3800.00.2100

 

Bildunterschriften:

1.    In den Schneller-Schulen werden Kinder unterschiedlicher Religionen gemeinsam unterrichtet. (Foto: Dr. Uwe Gräbe, EVS)

2.    Im Miteinander erfahren die Heranwachsenden das friedliche Zusammenleben und lernen den Respekt vor der Religion des Anderen. (Foto: Dr. Uwe Gräbe, EVS)

3.    Nach dem Schulabschluss kann ein Teil der jungen Menschen eine handwerkliche Ausbildung in den Werkstätten der Schulen machen. (Foto: Dr. Uwe Gräbe, EVS)

Weitere Informationen:
Pfarrerin Christiane Musch
Beauftragte für Mission und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich

Telefon: 06103 / 23741

E-Mail: c.musch@langen-evangelisch.de

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