Dekanat Dreieich

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Dekanat ist Träger der zehn evangelischen Kitas

Dem Fachkräftemangel vereint entgegentreten

Stephanie KunertOffizielle Begrüßung für das Team der Geschäftsstelle Kindertagesstätten im Evangelischen Dekanat Dreieich: Präses Frauke Grundmann-Kleiner heißt Adina Böckmann und Christine Großebörger (von links) nach der Amtseinführung durch Dekan Reinhard Zincke herzlich willkommen.

Auf der jüngsten Tagung der XII. Synode führte Dekan Reinhard Zincke das Team der Geschäftsstelle Kindertagesstätten offiziell ins Amt ein. Geschäftsführerin Christine Großebörger und Verwaltungsmitarbeiterin Adina Böckmann stellten sich im Rahmen eines Gottesdienstes vor.

Seit diesem Jahr operieren die zehn evangelischen Kindertagesstätten im Dekanat Dreieich unter einem Dach. Gemäß Synodenbeschluss trat zum 1. Januar ein gemeindeübergreifendes Trägermodell für die Kitas in Kraft: Die rechtliche Trägerschaft liegt nunmehr beim Dekanat, während die inhaltliche in den Kirchengemeinden verbleibt.

Für die Geschäftsstelle Kindertagesstätten wurde ein neuer Arbeitsbereich im Evangelischen Dekanat Dreieich geschaffen, wo seit Jahresbeginn ein Großteil der anfallenden Verwaltungsaufgaben erledigt wird. Ihren Sitz hat die Einrichtung in der Sprendlinger Hegelstraße 91, direkt über dem Pfarramt der evangelischen Versöhnungsgemeinde.

Mit Christine Großebörger konnte eine erfahrene Fachkraft als Geschäftsführerin gewonnen werden. Ursprünglich aus Osnabrück stammend, wohnt die 53-Jährige seit vielen Jahren im Kreis Offenbach. „Nach der Schule habe ich eine klassische Erzieherinnen-Ausbildung gemacht und mich neben meiner beruflichen Tätigkeit stets weitergebildet“, sagt sie. Einer ihrer Schwerpunkte hierbei war das Qualitätsmanagement. Vor ihrem Wechsel war sie von 1997 an in der Kita St. Nazarius in Ober-Roden beschäftigt – die letzten elf Jahre als Leiterin. Bei einer berufsbegleitenden Qualifizierung zur Fachwirtin Erziehungswesen gewann sie wichtige Einblicke in die Bereiche Verwaltung und Personalwesen.

„Das Konzept der einrichtungsübergreifender Verantwortlichkeiten gefällt mir, weil sich dadurch mehr und bessere Möglichkeiten für die Kitas ergeben“, erklärt die Mutter zweier erwachsener Töchter ihre Motivation. „Hier habe ich über die Leitungsaufgaben hinaus auch Gestaltungsmöglichkeiten für die Gesamtsituation der Kindertagesstätten.“ Sieht sie doch ihre Hauptaufgabe darin, sich um gute Rahmenbedingungen für die Einrichtungen zu kümmern. Dies betreffe neben der Gesamtausstattung auch die personelle Situation. „Wenn man für mehrere Kitas einsteht, kann man durch ein effizienteres Personalmanagement dem Fachkräftemangel vereint entgegentreten“, so ihre Überzeugung.

Auch die Verwaltungsmitarbeiterin weiß, worum es geht: „Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“, gibt Adina Böckmann unumwunden zu. 30 Jahre war sie zuvor als Bankkauffrau bei der Commerzbank tätig. 2006 wurde die Neu-Isenburgerin in den Kirchenvorstand der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Am Marktplatz gewählt und fungierte von da an als Beauftragte für die Kita am Erlenbach, seit 2014 auch für die Kita am Marktplatz. Im Laufe der zwölf Jahre, in denen ich mich hier engagiert habe, sind so viele Aufgaben für die Träger hinzugekommen, dass das ehrenamtlich nicht mehr darstellbar war“, erklärt die Mutter zweier Kinder im Schulalter. In der Folge gehörte sie der Steuerungsgruppe an, die die gemeindeübergreifende Trägerschaft im Dekanat vorbereitete. „Dadurch habe ich gemerkt, dass ich hier etwas bewegen und bewirken kann, so ist mein Entschluss gereift, beruflich etwas Neues anzufangen“, erinnert sie sich. „Ich finde es toll, die Zukunft für Kinder in unseren Kitas mitzugestalten und etwas dafür zu tun, dass es ihnen bei uns gut geht.“

Laut Zincke hat die Umstellung für alle Beteiligten Vorteile gebracht: „Die Kita-Leitungen haben einen geringeren Verwaltungsaufwand und dadurch mehr Zeit für pädagogische Arbeit“, so der Dekan. Gleichzeitig stünden ihnen mit der Geschäftsführung kompetente und zentrale Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Zudem vereinfache ein solcher Verbund die gegenseitige Unterstützung bei Engpässen. Für die Kirchenvorstände habe das Modell Entlastung sowohl von Personalverantwortung als auch von Verhandlungen mit der Kommune zur Folge. „Und die Pfarrer können sich bei ihrer Arbeit in den Kitas wieder auf religionspädagogische Inhalte und den Kontakt zu den Eltern konzentrieren.“

Gemäß der Satzung ist die Verantwortung für Personal und Haushalt der zehn kirchlichen Kindertagesstätten von den sechs betroffenen Kirchengemeinden auf das Dekanat übergegangen. Für Konzeption und Religionspädagogik sind weiterhin die jeweiligen Trägergemeinden zuständig.

In der neuen Organisationsform arbeiten die vier evangelischen Kitas von Neu-Isenburg sowie jeweils drei in Dreieich und Langen unter einem Dach zusammen. Dort werden mehr als 700 Kinder betreut. Für sie und ihre Eltern hat sich durch den Trägerwechsel nichts verändert.

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