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Pröpstin Karin Held ermuntert Synodale zu Kooperationen

Chancen der Zusammenarbeit nutzen

Evangelisches Dekanat DreieichFreuten sich über den Besuch von Pröpstin Karin Held (Mitte) auf der Dreieicher Frühjahrssynode: Dekan Reinhard Zincke und Präses Frauke Grundmann-Kleiner.

Der Antrittsbesuch von Pröpstin Karin Held stand im Mittelpunkt der jüngsten Tagung der XII. Synode im Evangelischen Dekanat Dreieich. Die Theologin stellte dem Gremium die neue Propstei Starkenburg vor.

„Starkenburg ist eine historisch gewachsene Region“, so die Pröpstin. Seit Oktober vergangenen Jahres gehört das Evangelische Dekanat Dreieich – wie schon einmal bis 1996 – zur Propstei Starkenburg. Im Rahmen der Gebietsreform in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wechselten auch die Dekanate Rodgau und Groß-Gerau/Rüsselsheim den Propsteibereich.

Die Propstei Starkenburg hat ihren Dienstsitz in Darmstadt und umfasst rund 421.500 Protestanten in neun Dekanaten. Die Region reicht damit in Nord-Süd-Richtung von Mühlheim am Main im Norden bis an den Neckar im Süden und vom Rhein bis an die bayerische Grenze. Das entspricht weitgehend den Grenzen von 1803.

Sie wolle das Dekanat kennenlernen und offen sein für Fragen, die an sie herangetragen werden, kündigte die 60-jährige Theologin an. Ganz fremd ist ihr der Landkreis Offenbach nicht, absolvierte sie doch bereits ihr Vikariat in der Dreieichenhainer Burgkirchengemeinde. „Seither habe ich große Übung im Trauen“, bemerkte sie augenzwinkernd.

Im Rückblick auf das Reformationsjubiläum zeigte sich Held „beeindruckt von der Vielzahl gelungener Veranstaltungen unterschiedlichster Formate“. So hatte die Kirche in der Region nicht zuletzt im Rahmen des Dekanats-Jahresthemas „Reformation wirkt in meine Welt“ zahlreiche Projekte realisiert und damit das Thema über den 31. Oktober hinaus in die breite Öffentlichkeit getragen.

„Evangelische Gemeinden gehen mit ihren Angeboten verstärkt nach draußen und wirken in die Gesellschaft hinein - etwa bei der Zusammenarbeit mit Kommunen oder Vereinen, mit ihren Kindertagesstätten oder dem Engagement in der Flüchtlingsarbeit“, so die Pröpstin. Trotzdem sei der gesellschaftliche Trend der „Entkirchlichung“ nicht aufzuhalten. Auch wenn der Mitgliederschwund im Dekanat Dreieich nicht so groß sei wie auf dem Land, ermunterte sie Haupt- und Ehrenamtliche dazu, in ihrem Engagement Schwerpunkte zu setzen. Gleichzeitig verwies sie auf die Chancen, die in der Zusammenarbeit liegen: „Innerkirchliche Kooperationen können entlastend und bereichernd sein.“

Die für 2021 anstehende Fusion der Evangelischen Dekanate Rodgau und Dreieich „nimmt Gestalt an“, berichtete Reinhard Zincke. „Anfang des vergangenen Jahres wurde eine Steuerungsgruppe aus Vertretern beider Dekanatssynodalvorstände eingesetzt, die sich seither regelmäßig in immer kürzeren Abständen trifft“, erläuterte der Dekan. Neben der anstehenden Pfarrstellenbemessung gehe es dabei auch um den Sitz des fusionierten Dekanats. Ein Vorschlag zum Sollstellenplan wird derzeit erarbeitet und den Synodalen auf der gemeinsamen Dekanatssynode präsentiert, die am Freitag, 21. September, in der Neu-Isenburger Johannesgemeinde stattfindet.

Ein Zeichen des Zusammenwachsens stellte auch die Teilnahme von Bernhard Rücker an der Synode dar. Der Präses des Dekanats Rodgau verwies darauf, dass beide Dekanate in unterschiedlichen Handlungsfeldern bereits lange und erfolgreich zusammenarbeiten – hier seien unter anderem die Evangelische Familienbildung im Kreis Offenbach sowie der Fachbereich der Gesellschaftlichen Verantwortung zu nennen. Derzeit werden Konzepte für den gemeindepädagogischen Dienst, die Kirchenmusik und die Öffentlichkeitsarbeit erstellt. Und neben dem Austausch bei den jährlichen Pfarrkonventen kommen die Pfarrerinnen und Pfarrer im Juni zu einer gemeinsamen Klausurtagung zusammen, um an ihrer gemeinsamen inhaltlichen Vorstellung von Kirche zu arbeiten.

„Lebendig wird die Fusion durch Begegnung und Miteinander“, so Rücker. Er nutzte die Gelegenheit, die Delegierten für Freitag, 8. Juni, in die Emmaus-Gemeinde nach Rodgau-Jügesheim einzuladen. Das Treffen dient dazu, dass sich nun auch die Synodalen beider Dekanate kennenlernen.

Die Synode

Die Synode des Evangelischen Dekanats Dreieich ist das Parlament der mehr als 33.000 evangelischen Christen in der Region. Das 31 Personen umfassende Gremium tagt während seiner sechsjährigen Legislaturperiode üblicherweise dreimal im Jahr. Neben Ehrenamtlichen aus den Gemeinden, die keine Kirchenvorstandsmitglieder sein müssen, gehören ihm elf Pfarrerinnen und Pfarrer an. Die Delegierten wählen Präses, Dekanatssynodalvorstand (DSV) und Dekan, entsenden Mitglieder in die Landessynode, bilden Ausschüsse, benennen Beauftragte und verabschieden den Dekanatshaushalt.

Die Neukonstituierung der Synode folgte turnusgemäß auf die Kirchenvorstandswahlen im April 2015. Ebenso wie bei den Kirchenvorständen beträgt die Amtszeit der Synodalen und DSV-Mitglieder sechs Jahre. Im Zuge der Wahlen in den Dekanatssynoden konstituiert sich auch die Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) neu.

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