Dekanat Dreieich

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„Jetzt wächst Neues“:

Apfelbäume als Symbole für gelingende Fusion

kfApfelbäume als Ausdruck der Hoffnung, dass Neues wachsen möge bei der Vereinigung der Evangelischen Dekanate Rodgau und Dreieich im Jahr 2021. Die Synodalvorstände beider Kirchenkreise gingen mit gutem Beispiel voran und setzten das erste der sieben Obstgewächse in den Boden.Apfelbäume als Ausdruck der Hoffnung, dass Neues wachsen möge bei der Vereinigung der Evangelischen Dekanate Rodgau und Dreieich im Jahr 2021. Die Synodalvorstände beider Kirchenkreise gingen mit gutem Beispiel voran und setzten das erste der sieben Obstgewächse in den Boden.

Am 1. Januar 2021 wird aus den Evangelischen Nachbardekanaten Dreieich und Rodgau ein gemeinsamer Kirchenkreis mit fast 30 Gemeinden und 80.000 Mitgliedern. Mit einer symbolträchtigen Aktion, die auch der Umwelt nützt, machten die beiden Dekanatssynodalvorstände das Zusammenwachsen der beiden Partner deutlich.

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Das Wetter hielt: Rechtzeitig zum Beginn der Pflanzaktion hatten sich die Regenwolken verflüchtigt. Mitarbeitende beider Dekanate und ihrer Kirchengemeinde sowie Zaungäste hatten sich am Ortsrand von Götzenhain eingefunden, um der Pflanzung der Streuobstwiese beizuwohnen. Gemeinsam begleiteten Mitglieder der Evangelischen Posaunenchöre Dietzenbach-Steinberg und Dreieich-Götzenhain die Andacht. Präses Frauke Grundmann-Kleiner, Evangelisches Dekanat Dreieich Präses Bernhard Rücker, Evangelisches Dekanat Rodgau Dekan Carsten Tag, Evangelisches Dekanat Rodgau Dekan Reinhard Zincke, Evangelisches Dekanat Dreieich. Stefan Heck (li., Hecks Gartengestaltung) und Ernst Keller vom Obst- und Gartenbauverein Götzenhain kümmern sich um die Pflege der Bäume. Frischen Apfelsaft und Apfelwein aus eigener Herstellung, hatten Pfarrer Steffen Held und seine Ehrenamtlichen aus Langen zum Anstoßen auf den neuen Lebensraum für potenziell 5.000 Tier- und Pflanzenarten mitgebracht. Mit sichtlich Spaß waren Gemeindepädagogin Elke Preising (Rodgau & Rödermark, li), der Dreieicher Dekanatsjugendreferent Carsten Preuß (2. v. r.) und Ehrenamtliche aus der Kinder- und Jugendarbeit bei der Sache. Das Team der Dekanatsmitarbeitenden in Rodgau und Dreieich Eines der Apfelbäumchen wächst für Pfarrerinnen, Pfarrer und Kirchenvorstände in den fast 30 Kirchengemeinden der beiden Evangelischen Dekanate. Stellvertretend für seine Kolleginnen pflanzte Christian Müller mit Unterstützung durch Frau und Sohn den Apfelbaum, der für die Kirchenmusik gedeihen soll. Mittendrin sind mit Blick auf die Fusion der beiden Dekanate deren Synodalvorstände: Sie stellen gemeinsam die Weichen für das neue Dekanat und erarbeiten Vorschläge für die Umsetzung der Fusion, die von den Synoden beider Dekanate beschlossen werden. Für fairen Handel und die Umwelt engagieren sich Gruppen auf Dekanats- und Gemeindeebene. Auch von ihnen griffen Vertreterinnen und Vertreter zum Spaten.

Sie heißen Landsberger Renette, Boskoop und Goldparmäne, und sie wachsen seit vergangenem Freitag zu Symbolen für das gute Gelingen eines gemeinsamen Weges heran. Das hoffen jedenfalls die Dreieicher Dekanatspräses Frauke Grundmann-Kleiner und ihr Rodgauer Amtskollege Bernhard Rücker, die auf einer Kirchenwiese am Ortsrand von Götzenhain mit den Dekanen Carsten Tag (Rodgau) und Reinhard Zincke (Dreieich) sowie etlichen Mitarbeitenden und Zaungästen aus Wurzelballen ein Fundament für gutes Wachstum legten. 

Sieben junge Apfelbäume der drei oben genannten Sorten hatte die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Offenbach für die Streuobstwiese genehmigt. Je einer steht dabei stellvertretend für die einzelnen Berufs- und Arbeitsgruppen der Dekanate und wurde auch von ihnen gepflanzt: von Kirchenmusikern sowie Aktiven in der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch von Kirchen-  und Dekanatssynodalvorständen, den Teams in den Arbeitsfeldern der Dekanate und von Gruppen, die sich für Umwelt und Fairen Handel engagieren. Im Rahmen einer Andacht auf freiem Feld hatten die Präsides und Dekane beider Dekanate zuvor mit Pfarrerin Martina Schefzyk und Ehrenamtlichen ihre Hoffnung geäußert, das Zusammenwachsen möge auf allen Ebenen gelingen und von Gottes Segen und gutem Willen aller Beteiligten begleitet sein. 

Als Organisatorin achtete Sandra Scholz, Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung in beiden Dekanaten, darauf, alte Sorten auszusuchen: „Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.“ Mit augenzwinkerndem Verweis auf das Martin Luther zugeschriebene Zitat erklärte sie, wichtig sei es, „heute auch ein Zeichen für den Erhalt der Schöpfung und die Vielfalt des Lebens zu setzen“. Immerhin 5.000 Tier- und Pflanzenarten fänden auf so einer Streuobstwiese ihre ökologische Nische. Die Goldparmäne ist dabei der bekannteste Kulturapfel Mitteleuropas, dessen Ursprung etwa so alt wie die Reformation ist.

Für Hege und Pflege ist dabei gesorgt: Ernst Keller, zweiter Vorsitzender des Götzenhainer Obst- und Gartenbauvereins, und Stefan Heck von „Hecks Gartengestaltung“ (ebenfalls Götzenhain) standen Sandra Scholz schon im Vorfeld mit Rat und Tat zur Seite. Und künftig wird der Verein den fachgerechten Schnitt der Zöglinge übernehmen, während Stefan Heck sich über’s Jahr um das Bewässern und Mulchen kümmert. Auch für die Ernte ist gesorgt: Wenn die Bäume Früchte tragen, kümmern sich Langener „Kumas“ - also Mitarbeitende im Konfi-Unterricht - ums Pflücken und die Weiterverarbeitung: Die Ernte wird - zu Apfelsaft gepresst - in den „Petrusschoppen“, den hausgemachten Apfelwein der Evangelischen Kirchengemeinde Langen münden. Den konnten Beteiligte und Gäste am Ende auch probieren: Der Langener Pfarrer Steffen Held und einige seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter schenkten Saft und Stöffsche’ aus. 

STICHWORT: DEKANATSFUSION

Die für das Jahr 2021 vorgesehene Fusion der Evangelischen Dekanate Dreieich und Rodgau basiert auf einem Beschluss der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Dieser sieht vor, die Anzahl der Dekanate von 47 (im Jahr 2013) auf 25 (im Jahr 2022) zu reduzieren und die so entstehenden neuen Dekanatsgebiete an die der Landkreise anzupassen. 28 evangelische Kirchengemeinden mit knapp 80.000 Kirchenmitgliedern werden dem neu entstehenden Kirchenkreis angehören, in den Kommunen Dreieich, Egelsbach, Langen und Neu-Isenburg (Ev. Dekanat Dreieich), Dietzenbach, Hainburg, Heusenstamm, Mainhausen, Mühlheim, Obertshausen, Rodgau, Rödermark und Seligenstadt sowie den Hanauer Stadtteilen südlich des Mains, Steinheim und Klein-Auheim (Ev. Dekanat Rodgau). 

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