Dekanat Dreieich

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Unterwegs

Im Sommer, besonders in der Urlaubszeit, sind viele Menschen auf der ganzen Welt unterwegs. Jeder ist auf dem Weg irgendwohin. Man fragt sich vorher: „Wohin werde ich gehen?“; „Wie lange bin ich unterwegs?“; „Wer geht mit?“ und „Was möchte ich auf dem Weg erleben?“ Manchmal ist man unterwegs, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder einfach nur, um andere Menschen und Kulturen kennenzulernen.

Auch die biblischen Geschichten berichten schon über wandernde Völker und Propheten, die ständig unterwegs waren. Beginnend mit Noah über Abraham und Moses bis hin zu Jesus, der ebenso viel umhergezogen ist, um Gutes zu tun: „wie Gott diesen Jesus von Nazareth gesalbt hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm“ (Apg. 10,38).

In Lukas 24,17-24 war Jesus zum Beispiel als Seelsorger mit den Emmausjüngern unterwegs und hat ihnen durch den Dialog die Geschichte seiner Auferstehung erklärt: „Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darin geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus von Nazareth, welcher war ein Prophet mächtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuzigt. Wir aber hofften, er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern; die sind früh bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn sahen sie nicht.“

Unser Leben ist im Großen und Ganzen eine lange oder kurze Reise. Je nachdem, wie lange wir leben. Wichtig ist jedoch, dass wir stets wissen, wohin unsere Wege führen und wie wir mit den Menschen umgehen, die uns auf dem Weg begegnen. Manche Menschen sind gezwungen, aufgrund von Kriegen oder Gewalt unterwegs zu sein, wie aktuell die Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Eritrea und anderen Ländern. Diese Menschen verlassen ihre vertraute Umgebung und müssen sich auf eine ungewisse Reise begeben, um sich und ihre Familien zu retten. Sie wissen ungefähr die Richtung, in die sie gehen müssen, aber wo sie ankommen werden, ist Ihnen am Anfang der Reise nicht bekannt. Deshalb ist es wichtig, dass wir ihnen helfen, ihren neuen Weg zu finden, um wieder an einem vertrauten Ort anzukommen.

Natürlich ist es oftmals schwierig für uns, Neues und Fremdes anzunehmen und zu akzeptieren. Ich persönlich bin schon seit 40 Jahren in Langen unterwegs und davon überzeugt, dass man mit gutem Willen und Gottesglauben vieles bewirken und bewegen kann: „Befiehl dem Herrn Deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen“ (Psalm 37,5).

Pfarrer i. R. Dr. Tharwat Kades, Langen

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