Dekanat Dreieich

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Schmecket und sehet, wie gut der Herr ist

Ein Fehler, und schon geht nichts mehr. Deshalb lieber in aller Ruhe und ausgeglichen an die Arbeit gehen. Diese Erkenntnis habe ich beim Betreuen der Bienen gelernt. Andere würden jetzt sagen, bei der Arbeit am Bienenstand, aber mir wurde sehr schnell klar: Ich will was von der Biene – den Honig – und dafür helfe ich ihnen, die für Bienen lebensbedrohende Varoamilbe einzudämmen.

Seit jedes Kind weiß, wie es als Baby in den Bauch der Mutter gekommen ist, lässt das Wissen über die Befruchtung der Pflanzen nach. Die altgediente Biene hat hier pädagogisch ausgedient. Im Original sind Bienen und Wildinsekten aber wichtig wie eh und je, ohne sie müssten wir auf einen großen Teil unserer Nahrung verzichten, wäre die Welternährung noch mehr gefährdet.

Bienen befruchten nicht nur Blüten, sie zeigen uns auch, wie leicht in der Natur alles aus dem Gleichgewicht kommen kann. Ich darf nicht hektisch sein, wenn ich den Bienenkasten öffne, muss mit allen meinen Gedanken bei dem sein, was ich mache. Ist es zu kalt, fliegen sie nicht – egal, was blüht. Ist es warm und regnet, bleiben sie auch in ihrer Bienenbeute. Jede Biene hat ihre Aufgabe, alles hat seinen Sinn. Sie suchen genau die Pflanzen auf, die ihnen und ihrem Volk guttun, egal, welchen Honig ich gewinnen will. Hat eine Biene etwas gefunden, was ihr gut schmeckt, fliegt sie zurück und erzählt es den anderen mit dem berühmten Bienentanz. Außerdem bringt sie eine Geschmacksprobe mit. Damit alle schmecken und sehen können, wie gut das ist, was sie entdeckt hat.

Schmecken und sehen. Mit diesen Worten erklärte es der Dozent bei einem Lehrgang über Honiggewinnung. Und genau diese Worte stehen im 34. Psalm. „Schmecket und sehet, wie gut der Herr ist.“, heißt es da. Probiert aus, wie gut es ist, sein Leben mit Gott zu leben. Der Psalmdichter will eine Kostprobe geben von dem, was er Gutes mit seinem Glauben erlebt hat.

Wie würde meine Geschmacksprobe aussehen? Ich würde berichten, dass Gott mich getragen hat auf allen Wegen, durch alle Höhen und Tiefen, dass es nicht Gottes Wille sein kann, wenn Menschen anderen Menschen mit Gewalt ihren Glauben aufzwingen wollen. ich würde berichten, dass Freiheit Bestandteil meiner Religion ist. Und dass Gottes Wort so süß sein kann wie Honig. Schmeckt und seht, wie gut der Herr ist!

Gaby Melk
Prädikantin
Evangelische Kirchengemeinde Egelsbach

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