Dekanat Dreieich

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Kim Chi – Sauerkraut auf Koreanisch

Wenn Gäste zu uns ins Rhein-Main-Gebiet kommen, bringen sie manchmal die Spezialitäten ihrer Regionen mit und wir legen ihnen umgekehrt Grüne Soße, Handkäs und am besten noch einen guten Ebbelwoi ans Herz.

Essen verbindet Menschen miteinander. Wo wir das Essen unserer jeweiligen Heimat miteinander teilen, entsteht Gemeinschaft. Wo Menschen das Gleiche essen, gehören sie – zumindest ein Stück weit – zusammen.

Bei unseren Partnern in Gwangju, in der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea, ist Essen sehr wichtig. Das zeigt zum Beispiel, dass auf Koreanisch die Frage „Wie geht es Dir?“ oft identisch ist mit der Frage „Hast Du schon gegessen?“

Man isst in Korea gern zusammen und sitzt dabei auf dem Boden an niedrigen Holztischen. Alle bedienen sich aus gemeinsamen Schüsseln mit den eigenen Stäbchen. Die Gastgebenden achten darauf, dass den Gästen immer nur das Beste serviert wird.

EINE Speise fehlt dabei nie: Kim Chi. Kim Chi ist fermentierter, gewürzter Kohl und damit Sauerkraut auf Koreanisch. In der Tradition hat Kim Chi einen großen Wert, denn es bringt Menschen, deren großfamiliäre Strukturen sich so wie bei uns längst aufgelöst haben, immer noch zusammen. Die jährliche gemeinsame Herstellung aus Bergen von Kohl innerhalb der Familie, das gemeinsame Essen und das respektvolle Verschenken an andere Familien stiften Gemeinschaft. Das Bewusstsein, dass Brüder und Schwestern auch jenseits der Grenze im Norden des Landes das gleiche Kim Chi teilen, hält Familien über eine undurchdringliche Grenze zusammen.

Essen verbindet Menschen, sogar über Grenzen hinweg.

Auch in der Bibel gibt es zahlreiche Geschichten vom Essen. Jesus isst mit seinen Freunden, gerade dann, wenn es schwer wird. Er isst mit dem Zöllner Zachäus und macht ihn so neu zum Menschen. Er hat genug Essen für viele, die hungrig sind.

„Bei Dir ist Freude und Fülle zu Deiner Rechten ewiglich“, sagt ein Psalmbeter über Gott. Manchmal schmeckt diese Fülle bei Gott für mich nach Kim Chi. Für Hansol Lee hat sie an dem Tag, an dem er in das Langener Kochteam von Geflüchteten aufgenommen wurde, ganz bestimmt nach Kässpätzle geschmeckt!

Pfarrerin Sandra Scholz
Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung
Dekanate Dreieich und Rodgau

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