Dekanat Dreieich

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Glücklich ist, wer sein Vertrauen auf den Herrn setzt

„Neues Spiel, neues Glück“, so heißt es in einer Redewendung. Auch zum neuen Jahr 2016 haben wir uns noch vor wenigen Wochen gegenseitig viel Glück gewünscht, und zum Geburtstag lassen wir unseren Lieben einen „herzlichen Glückwunsch“ zukommen. Das Glück ist etwas Wunderbares! Gerne wollen wir Glück haben, und noch lieber wollen wir glücklich sein, und ich finde: zu Recht!


Das Glück kommt oftmals unverhofft und es kann uns ganz unterschiedlich treffen. Glück ist dabei viel mehr als ein Sechser im Lotto. Der eine hat sein Glück in der Partnerin für sein Leben gefunden, ein anderer hat sein größtes Glück nach einem schweren Unfall erlebt, nach dem er noch einmal heil und unversehrt aus dem völlig zerbeulten Auto aussteigen konnte.

Glück kann ganz unterschiedlich aussehen, und was für den einen ein Glück ist, das muss es für den anderen nicht unbedingt sein. Denn Glück erleben wir immer subjektiv und persönlich. Dabei kommt es auf die Einstellung und auf die Weltsicht an, und nicht jeder, der oft Glück hat, ist auch automatisch glücklich. Der antike Philosoph Epikur hat einmal gesagt: „Nicht die Dinge an sich sind es, die uns glücklich oder unglücklich machen, sondern die Art und Weise, wie wir sie beurteilen.“ Anders ausgedrückt heißt das für mich: Glück ist nicht das, was passiert, sondern das, was wir aus dem machen, was passiert.

„Jeder ist seines Glückes Schmied“, lautet eine alte Weisheit. Ich habe damit ehrlich gesagt so meine Probleme. Ich frage mich, ob das stimmt. Ist es wirklich so einfach? Kann man sein Glück einfach machen? Sind wir für unser Glück allein verantwortlich?

Vielleicht ist es so: Glück kann man nicht machen, und doch kann man etwas tun. Wir können es dem Glück zum Beispiel leichter machen, uns zu finden. Wenn es bei uns anklopft, dann sollten wir es auch reinlassen und ihm eine Chance geben, anstatt es vor der Tür stehen zu lassen. Dann ergeht es uns auch nicht wie Moshe, von dem ein jüdischer Witz erzählt:

Moshe hadert mit Gott, der Welt und dem Schicksal. Er geht zum Beten in die Wüste und klagt Gott sein Leid: "Herr, warum bist Du so grausam? Ich war dir immer ein guter Diener. Alles hast Du mir genommen. Wenn es dich gibt, zeig mir, dass du ein guter Gott bist und lass mich einmal in der Lotterie gewinnen!" Am nächsten Tag betet Moshe wieder: "Herr, gib mir eine Chance, lass mich wenigstens einmal im Lotto gewinnen." Nichts passiert. Er betet immer weiter, eine Woche, ein Monat, ein ganzes Jahr. Als er nach einem Jahr wieder anfängt zu klagen: "Herr, gib mir eine Chance, lass mich im Lotto gewinnen", passiert ein Wunder: Der Himmel über ihm öffnet sich, und eine tiefe Stimme spricht: "Moshe, ich hab dein Klagelied ein Jahr lang anhören müssen. Jetzt, bitte, gib du mir eine Chance – und kauf dir endlich ein Los!"

Im 40. Psalm heißt es: „Glücklich ist, wer sein Vertrauen auf den Herrn setzt!“ Gott will, dass wir glücklich sind. Gott sei Dank!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein glückliches neues Jahr voller wunderbarer Glücksmomente. Und wenn das Glück vor Ihrer Tür steht, dann lassen Sie es ruhig rein. – Viel Glück!

Pfarrer Steffen Held,
Evangelische Kirchengemeinde Langen


Witz zu finden bei:
Eckhardt von Hirschhausen, Glück kommt selten allein

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