Dekanat Dreieich

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Am Anfang war das Wort

„Ein Buch lesen heißt, die Welt durch die Augen eines anderen Menschen sehen.“ So oder so ähnlich lautet ein Zitat, das ich in einem Buch gelesen habe. Ich bin eine passionierte, ambitionierte und manchmal auch fast süchtige Leserin. Seit ich die Welt der Buchstaben entdeckt habe, lese ich. Am Esstisch, im Bus, unter der Schulbank und immer wieder gerne und ausdauernd im Bett. Dort habe ich auch die Bibel gelesen, das Buch der Bücher.

„Ein Buch lesen heißt, die Welt durch die Augen eines anderen Menschen sehen.“ Das gilt auch für die Bibel, denn sie ist eine Sammlung vieler Bücher. Durch sie sehen wir auf die Welt mit den Augen der verschiedenen Autoren. Jeder und jede von ihnen hat mit seinen Augen, seinen Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen auf die Welt geblickt und niedergeschrieben, was er oder sie gesehen hat. In der Bibel gibt es Abenteuer, Schlachten, glückliche und unglückliche Liebesgeschichten. Da werden Utopien und Visionen entwickelt. Zeitlose Liebesgedichte und genauso zeitlose Worte über Kummer und Schmerz und was dagegen hilft. Worte des Trostes und der Hoffnung. Ein ganzes Kaleidoskop an Geschichten, aufgeschrieben über Jahrhunderte, übersetzt in fast alle Sprachen dieser Erde.

Und dennoch ist die Bibel viel mehr als ein normales Buch, sie ist zugleich auch der Blick durch Gottes Augen auf unsere Welt. Das ist das, was sie zum Buch der Bücher, zu einer heiligen Schrift macht. Gott spricht zu uns durch sie, er gewährt uns einen Blick durch seine Augen, aus seiner Perspektive.

Wenn wir genauer hinsehen, merken wir, dass sich Gottes Blick auch verändert im Laufe der Geschichte mit seinen Menschen. Er ist mal wütend und zornig, mal regelrecht rachsüchtig und unnahbar – und dann wieder ganz liebevoll, ganz nahe bei seinen Menschenkindern. Erlebt und durchlebt in der Gestalt seines Sohnes Jesus ein ganzes Menschenleben, von der Geburt bis zum grausamen Tod am Kreuz.

All das finden wir in den Worten der Bibel wieder. Die Worte sind die Boten, die Augenöffner für die eigentliche Botschaft, denn sie kommen, wie der Evangelist Johannes zu Beginn seines Evangeliums schreibt, direkt von Gott: „Denn am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.“

Prädikantin Yvonne Buckendahl
Evangelische Kirchengemeinde Egelsbach

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