Dekanat Dreieich

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Ökumene als Lebensthema

Sandra Scholz ist Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung

Die Stelle für Gesellschaftliche Verantwortung in den Evangelischen Dekanaten Dreieich und Rodgau ist wieder besetzt. Pfarrerin Sandra Scholz wird im Dekanat Dreieich während der Synode am Freitag, 17. März, von Präses Frauke Grundmann-Kleiner und Dekan Reinhard Zincke offiziell ins Amt eingeführt.

Aufgewachsen im Altkreis Hünfeld bei Fulda, studierte sie Theologie in Heidelberg und Makumira (Tansania). Nach dem ersten theologischen Examen arbeitete sie ein halbes Jahr in zwei kirchlichen Projekten auf Kuba. Es folgte das Vikariat in der Kirchengemeinde Meerholz-Hailer und anschließend ihre erste Pfarrstelle in Melsungen, die sie neun Jahre innehatte.

2015 stand der Wechsel von der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck (EKKW) in das Gebiet der Hessen-Nassauischen Landeskirche (EKHN) an: Im September übernahm sie die halbe Profilstelle für Ökumene und Interreligiösen Dialog im Evangelischen Dekanat Rodgau. Mit dem anderen Stellenanteil wirkte zunächst als Gemeindepfarrerin in Heusenstamm und füllt damit seit Februar die Profilstelle für Gesellschaftliche Verantwortung aus.

„Ich habe mich immer für beide Themenfelder interessiert, und innerhalb der EKKW gehören die Bereiche auch zusammen“, erklärt sie. Daher freut sie sich, nun in ihrer täglichen Arbeit auch Fragen von Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit stärker in den Blick zu nehmen. Seit ihren frühen Studienzeiten engagierte sie sich sie in diesen Gebieten auf unterschiedlichen Ebenen, zuletzt als Mitglied der Kammer für Mission und Ökumene. Zudem gehörte sie zwölf Jahre lang dem Vorstand der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) in Stuttgart an. Die EMS steht auch hinter den Schneller-Schulen in Jordanien und im Libanon, die sich für ein friedliches Miteinander der Religionen einsetzen und im Dekanat Dreieich derzeit als sozial-ökumenisches Projekt mit Kollekten und Spenden der Kirchengemeinden gefördert werden.

Bereits im Vorfeld gab es etliche Kooperationen mit Dr. Boris Slamka, ihrem Vorgänger im Bereich Gesellschaftliche Verantwortung, beispielsweise auf dem Gebiet der Flüchtlingsarbeit. Sandra Scholz möchte etliche der Projekte weiterentwickeln und fortsetzen, hat aber auch neue Ideen.

Sie ist Mitglied im Kompetenzteam „pro Prävention gegen religiösen Extremismus“ auf Kreisebene. „Wir planen derzeit gemeinsam mit dem Integrationsbüro des Kreises Offenbach einen Kurs für engagierte Jugendliche zwischen 17 und 25 Jahren aus verschiedenen religiösen Gemeinden“, erläutert sie.

„Es ist mir wichtig, die Themen Ökumene und Interreligiöser Dialog in die Kirchengemeinden hinein zu tragen“, sagt sie. So will sie konkrete Angebote für Konfi-Tage machen. Sie denkt dabei an Workshops zum Thema „faires Handy“ ebenso wie Vorträge über Brot für die Welt an konkreten Länderbeispielen.

Daneben hat sie vor, die Korea-Partnerschaft lebendig zu halten, die von den Dekanaten der Region seit mehr als 20 Jahren gepflegt wird. Hierzu will sie beispielsweise „Partnerschafts-Gottesdienste“ anbieten.

„Das Interreligiöse liegt mir am Herzen“, stellt sie fest. „Ökumene ist für mich ein Lebensthema, ich finde es einfach besser, Dinge gemeinsam zu machen.“ Daher möchte sie Menschen miteinander ins Gespräch bringen und Zeichen setzen für eine tolerante Gesellschaft.

Anfang März ist Sandra Scholz mit Mann und Hund nach Dietzenbach gezogen. In ihrer Freizeit trifft sie sich am liebsten mit anderen Leuten, und sie reist sehr gerne. Außerdem ist die 42jährige eine leidenschaftliche Tänzerin – am liebsten Standard und Latein.

Von der Kirche zum Mobilitätskonzern

Dr. Boris Slamka wechselt in die freie Wirtschaft

Im Februar 2008 trat Dr. Boris Slamka sein Amt als Referent für Gesellschaftliche Verantwortung in den Dekanaten Dreieich und Rodgau an. Zum 1. Oktober wird er nun nach mehr als achteinhalb Jahren bei der Kirche eine Beratungstätigkeit bei einem Mobilitätskonzern aufnehmen. Während der Herbstsynode wurde er von Präses Frauke Grundmann-Kleiner und Dekan Reinhard Zincke offiziell aus dem Evangelischen Dekanat Dreieich verabschiedet. 

„Freude an meiner Tätigkeit in den beiden Dekanaten haben mir vor allem der Kontakt und die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Institutionen und mit verschiedensten persönlichen und fachlichen Hintergründen gemacht“, resümiert Slamka. „Als besondere und spannende Herausforderung empfand ich es dabei, mich in ein breites Feld von Themen einzuarbeiten, viele Perspektiven und Standpunkte einzubeziehen und im Dialog mit Partnerinnen und Partnern Vorhaben umzusetzen“.

Zu den Aktivitäten des 37-jährigen zählte beispielsweise die Kampagne „Steinhart gegen ausbeuterische Kinderarbeit“. Mit der Aktion informierten die Evangelischen Dekanate Dreieich und Rodgau gemeinsam mit „Brot für die Welt“ die Öffentlichkeit über die Abbau- und Verarbeitungsbedingungen von Natursteinen in Südindien und China. Ziel waren Aufklärung von und Austausch mit Verbraucherinnen und Verbrauchern, Bestattungs- und Steinmetzbetrieben sowie der Lokalpolitik.

Das Beratungsangebot „Leben im Wandel“ war Slamka besonders wichtig. Hierüber erhielten Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen Hintergründe und Impulse zum individuellen Sozialraum vor Ort. Im Gespräch mit den Verantwortlichen aus den Kirchengemeinden wurden Bezüge zu soziodemographischen und statistischen Daten sowie Milieustudien und anderen soziologischen Untersuchungen hergestellt.

Boris Slamka veranstaltete auch das Sozialpolitische Forum im Kreis Offenbach mit. Getragen von den Evangelischen Dekanaten Dreieich und Rodgau, dem DGB Südosthessen, den Katholischen Dekanaten sowie dem Kreis Offenbach steht in diesen Veranstaltungen einmal im Jahr ein aktuelles sozialpolitisches Thema im Vordergrund. So ging es bisher um die Landtagswahlen, Kommunalfinanzen, Bildungspolitik, Flüchtlingspolitik oder das Leben im Alter.

Zu den vielen Veranstaltungen, die er in den vergangenen Jahren organisierte und moderierte, zählte auch eine Vortragsreihe im Rahmen des aktuellen Jahresthemas im Evangelischen Dekanat Dreieich, die die Auswirkungen der Reformation auf die Entwicklung der globalen Ökonomie beleuchtete. Der besondere Fokus lag hierbei auf dem Spannungsfeld zwischen ethischen Wirtschaftsvorstellungen und weltweiten Handelsbeziehungen.

Zunehmend beschäftigte Slamka in den vergangenen Jahren der Umgang mit Flüchtlingen im Kreis Offenbach. So war er in Kooperation mit Diakonie und Caritas mit der Koordination und Förderung des Austauschs zwischen haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen auf Kreisebene befasst und konzipierte auch Unterstützungsprojekte. Hierzu gehört unter anderem das Format „Kochen mit Flüchtlingen“, das erfolgreich in den Dekanaten Rodgau und Dreieich durchgeführt wird.

Gesellschaftliche Verantwortung

Die gesellschaftliche Verantwortung der Kirche beginnt damit, Veränderungsprozesse in der Gesellschaft, aus denen soziale, ökologische und wirtschaftliche Probleme und Konfliktlagen hervorgehen, aufmerksam zu beobachten und kritisch zu begleiten.

Das Referat „Gesellschaftliche Verantwortung“ analysiert diese Prozesse bezogen auf den Landkreis Offenbach. Es hinterfragt die Leit- und Menschenbilder, die in unserer Wirtschaft, in unserer Sozialpolitik usf. prägend geworden sind. Es holt weitergehende Expertise ein und sucht nach Lösungen. Dies geschieht vernetzt mit weiteren gesellschaftlichen und kirchlichen Akteuren, wie z.B. dem regionalen diakonischen Werk.

Aus christlicher Verantwortung vor Gott und den Menschen treten wir ein für eine gesellschaftliche Entwicklung, die sozial, gerecht und ökologisch verträglich ist. Geleitet von der Hoffnung und von Visionen auf gelingendes Leben, Gerechtigkeit, Freiheit, ökologische Verträglichkeit für alle Menschen einer Gesellschaft und für die Schöpfungsnatur, wird Kirche als eine mitverantwortliche und mitgestaltende Kraft in der Gesellschaft erkennbar.

Bitte kommen Sie auf uns zu...

...wenn Sie konkrete Projekte im Auge haben, bei deren Umsetzung wir Sie unterstützen könnten.
...wenn Sie ein bestimmtes Thema zum Beispiel mit einer Veranstaltung in Ihrer Gemeinde, bearbeiten möchten und dies zusammen mit uns vorbereiten und durchführen möchten.
...wenn Sie Beratung wünschen.
...wenn Sie eine Fortbildung für Ehrenamtliche in Ihrer Gemeinde planen.
...wenn im Rahmen des Konfirmandenunterrichts ein gesellschaftliches Thema ansteht.
...wenn ein Gemeindefest geplant ist, an dem ein Stand "Gesellschaftliche Verantwortung" geplant sein soll.
Wenn ...

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Kontakt

Gesellschaftliche Verantwortung Dekanate Dreieich und Rodgau

Dekanat Rodgau
Theodor-Heuss-Ring 52
63128 Dietzenbach

Pfarrerin Sandra Scholz

Telefon: 06074 - 484 61-22
Fax: 06074 - 484 61-30
E- Mail: sandra.scholz @ dekanat-rodgau.de

Evangelisches Dekanat Dreieich

Präses Frauke Grundmann-Kleiner
Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstands
ev.dekanat.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-0 oder -14

Pfarrer Reinhard Zincke
Dekan
reinhard.zincke.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-12

Monika Ewers
Dekanatsbüro
monika.ewers.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-11

Christiane Westenberger-Grabold
Verwaltungsfachkraft des DSV
christiane.westenberger.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-14

Stephanie Kunert
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
stephanie.kunert.dek.dreieich@ekhn-net.de
06103 - 30078-15

Carsten Preuß
Dekanatsjugendreferent
dreieich@ev-jugend.de
06103 - 30078-19

Evangelische Familienbildung im Kreis Offenbach

Angela Ruland, Leiterin
ruland@familienbildung-langen.de
06103 - 30078-26

Heidemarie Ernst, Bildungsreferentin
ernst@familienbildung-langen.de
06103 - 30078-28

Petra Graf, Verwaltungsmitarbeiterin
info@familienbildung-langen.de
06103 - 30078-25

Pfarrerin Sandra Scholz
Gesellschaftliche Verantwortung
Dekanate Dreieich und Rodgau
sandra.scholz @ dekanat-rodgau.de
06074 - 48461-22

Pfarrer Klaus Lehrbach
Evangelische Krankenhausseelsorge
Asklepios Kliniken Langen
k.lehrbach@asklepios.com
06103 - 9121776
Mobil: 0178 - 8846115

Pfarrer Frithjof Decker
Evangelische Notfallseelsorge 
Stadt und Kreis Offenbach
frithjof.decker @ notfallseelsorge-OF.de
06074 - 4852826
Mobil: 0151 - 51911298

 

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