Dekanat Dreieich

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Aktuelles aus der Ökumene

Evangelisches Dekanat Dreieich unterstützt Bangladesch

Ein Leben lang genug Reis

NETZ BangladeschZufrieden steht sie in ihrem Auberginengarten. Die Erträge sichern das Einkommen ihrer ganzen Familie.

Die Selbsthilfe in Bangladesch wird auch 2019 im Evangelischen Dekanat Dreieich besonders gefördert. Auf der jüngsten Synode im Evangelischen Dekanat Dreieich beschlossen die Delegierten, die Aktion „Ein Leben lang genug Reis“ ein weiteres Jahr zu unterstützen.

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Bereits im vergangenen Jahr hatten die Synodalen im Evangelischen Dekanat Dreieich die Selbsthilfe in Bangladesch als sozial-ökumenisches Projekt ausgewählt. Auf der jüngsten Tagung der XII. Synode im Evangelischen Dekanat Dreieich beschlossen die Delegierten nun, die Aktion „Ein Leben lang genug Reis“ des Wetzlarer Vereins „NETZ e. V.“ auch im Jahr 2019 mit Kollekten und Spenden der Kirchengemeinden zu stärken. 2018 waren 4.600 Euro zusammengekommen.

„Das Projekt will die ökonomische und soziale Situation von mehr als 1.000 der ärmsten Familien im Norden von Bangladesch, das oft von Überflutung betroffen ist, unmittelbar verbessern“, erläutert Christiane Musch. „Ihr Leben ist gekennzeichnet von Unterernährung, sie verfügen über keinerlei Landbesitz, Tiere, sonstiges Kapital und sind darauf angewiesen, sich als Tagelöhner in der Landwirtschaft zu verdingen“, fährt die Beauftragte für Mission und Ökumene im Evangelischen Dekanat Dreieich fort. Andere Erwerbsmöglichkeiten gebe es nicht, staatliche Hilfs- und Entwicklungsmaßnahmen erreichen die Menschen auf dem Land nicht. Darüber hinaus seien Rechtsverletzungen wie Kinderehen oder häusliche Gewalt an der Tagesordnung. „Frauen sind in Bangladesch traditionell benachteiligt, daher stehen sie im Mittelpunkt des Projekts“, so die Langener Pfarrerin.

In den entlegenen Regionen des Landes müssen oft Mütter allein ums Überleben der Familie kämpfen, wenn der Mann verstorben oder wegen Krankheit nicht arbeitsfähig ist. Diesen Frauen bietet das Projekt „Ein Leben lang genug Reis“ die Chance auf eine dauerhafte Grundversorgung: Sie erhalten als Startkapital Saatgut und Pacht für ein Feld, eine Kuh oder Bambus zur Korbflechterei. Parallel dazu lernen sie Gemüseanbau, Tierhaltung und den Umgang mit Geld. Entwicklungsfachleute vor Ort beraten sie. In Dorfgruppen organisiert, helfen sich die Frauen gegenseitig und schützen ihre Rechte.

Familien und Gemeinden sind von Anfang an in die Planung und Umsetzung einbezogen: Die Frauen gründen Selbsthilfeorganisationen, die die Lebenssituation in den Dörfern mitgestalten. Jede Familie erstellt einen Entwicklungsplan. Ziel ist eine Verdreifachung des Einkommens der teilnehmenden Familien. Gleichzeitig erstellen die beteiligten Gemeinden einen Vorsorgeplan für künftige Flutkatastrophen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass es 85 Prozent der Familien schaffen, sich innerhalb von drei Jahren aus tiefster Not zu befreien. Sie können dann selbst für Nahrung, Kleidung, die Wahrung ihrer Rechte sowie die Schulbildung der Kinder sorgen.

Der Wetzlarer Verein NETZ, der mit dem DZI-Spendensiegel zertifiziert ist, unterstützt seit mehr als 25 Jahren die Selbsthilfe der ärmsten Bevölkerung in Bangladesch und arbeitet ausschließlich mit lokalen Partnern. Dies stärkt lokale Strukturen und gewährleistet die kompetente Implementierung von lokalem Wissen. Das NETZ-Team in Bangladesch mit seinen qualifizierten einheimischen Mitarbeitenden steht in täglichem Kontakt mit der Geschäftsstelle in Deutschland und sichert das Qualitätsmanagement, die Schulung der lokalen Kräfte und die Finanzkontrolle.

Spendenkonto:
Evangelische Regionalverwaltung Starkenburg-Ost
Evangelische Bank
IBAN DE26 5206 0410 0004 1001 15
Verwendungszweck: 1389.3800.00.2100 Bangladesch

Weitere Informationen:
Pfarrerin Christiane Musch
Beauftragte für Mission und Ökumene
im Evangelischen Dekanat Dreieich
Telefon: 06103 / 23741
E-Mail: c.musch@langen-evangelisch.de

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