Dekanat Dreieich

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Aktuelles aus dem Dekanat

Mit dem Boot auf dem Nil und zu Besuch beim Minister

pGruppenfoto mit Minister: Der ägyptische Minister für Jugend und Sport, Dr. Ashraf Sobhi (hintere Reihe, vierter von links) empfing die Jugendlichen aus dem Evangelischen Dekanat Dreieich und ihre Begleiter Joachim Reinhard (hintere Reihe, 3.vl.), Dr. Tharwat Kades (5.v.l.) und Ralf Bartocha (siebenter v.l). In der Mitte der vorderen Reihe ist der ägyptische Reiseleiter Sami zu sehen.

Sieben Jugendliche aus dem Evangelischen Dekanat Dreieich und ihre zwei Begleiter sind dieser Tage inspiriert und beeindruckt von einer Jugendbegegnung in Ägypten heimgekehrt.

pDeutsch-ägyptische Gespräche am Rande des Kairoer Bazars: Im Vordergrund sind Mario aus Kairo und Lili aus Dreieich zu sehen.

Einfach toll sei die Reise gewesen, sagt die 15 Jahre alte Tamara aus Langen. Insbesondere die Tausende Jahre alten Sehenswürdigkeiten haben sie beeindruckt, dazu der Kamelritt bei den Pyramiden von Gizeh und "die vielen tollen Menschen, die wir kennen gelernt haben". Der 17 Jahre alten Louisa aus Dreieich haben die Pyramiden, die Fahrt auf dem Nil, der Besuch eines nubischen Dorfes und die Gastfreundlichkeit der Ägypter besonders gefallen. Dem 24 Jahre alten Moritz aus Neu-Isenburg werden die unglaublichen Tempelanlagen ganz besonders im Gedächtnis bleiben.

Die elftägige Tour war Teil eines deutsch-ägyptischen Jugendaustausches, dessen Anfänge bis in das Jahr 1982 zurückreichen. Veranstaltet wurde das Programm vom Evangelischen Dekanat Dreieich in Kooperation mit den Evangelischen Kirchengemeinden Gravenbruch und Langen. Gemeindepädagoge Joachim Reinhard und der ehrenamtliche Mitarbeiter Ralf Bartocha begleiteten die Jugendlichen in das Land der Pharaonen. Unterstützt und beraten wurden sie dabei von Pfarrer Dr. Tharwat Kades aus Langen.  Kades stammt aus Ägypten, ist ein hervorragender Kenner des Landes und konnte der Gruppe mit Hilfe seiner umfangreichen Kontakte viele Wege ebnen und Türen öffnen.

Den Auftakt der diesjährigen Reise hatte ein dreitägiger Kairo-Aufenthalt gebildet: Ägyptisches Nationalmuseum, Alt-Kairo, eine abendliche Bootsfahrt auf dem Nil und ein Bummel über den Bazar standen auf dem Programm. Darüber hinaus besuchten die Jugendlichen die Deutsche Evangelische Oberschule (DEO) in Kairo. Sie nahmen an einer Schulstunde einer Oberstufenklasse teil, dabei wurde ihnen das Projekt eines gemeinsamen Religionsunterrichtes für christliche und muslimische Schüler vorgestellt. Auffällig war das gute und offene Gespächsklima in der Klasse, in der die Schülerinnen und Schüler in perfektem Deutsch miteinander redeten. "Hier würde ich auch gerne zur Schule gehen", sagt der 16 Jahre alte Methew, der in Ägypten geboren wurde, aber seit Jahren in Deutschland lebt und Mitglied der deutschen Reisegruppe war.

Darüber hinaus wurden die Jugendlichen aus dem Dekanat Dreieich vom ägyptischen Minister für Jugend und Sport, Dr. Ashraf Sobhi, empfangen. Er informierte über die Gastgeberrolle Ägyptens beim diesjährigen Afrika-Cup im Fußball und interssierte sich ausgiebig für die Eindrücke der deutschen Jugendlichen von Ägypten.  Die 16 Jahre alte Lili aus Dreieich berichtete ihm, dass sie Ägypten als ein Land der Schönheit und der Magie erlebe, während es in den deutschen Medien häufig in eher negativen Zusammenhängen vorkomme.

Im Zentrum der Reise allerdings stand der Kontakt mit einer Gruppe junger ägyptischer Christen. Die Verständigung verlief vorzugsweise auf Englisch, manchmal auch mit Händen und Füßen. Gemeinsam unternahmen Deutsche und Ägypter eine Nilkreuzfahrt: sie besichtigten den Assuan Hochdamm, die Tempelanlagen von Kom Ombo, Edfu und Luxor. Zwischendurch gab es auf dem Schiff  Diskussionsrunden zu Themen wie zum Beispiel dem Verhältnis von Christen und Muslimen oder der Gleichberechtigung von Männern und Frauen. "Der Einfluss von Religion, Kultur und Politik auf die Lebensentwürfe von ägyptischen und deutschen Jugendlichen", war das übergeordnete Thema der Begegnung.

Der 19 Jahre alte Akram aus Luxor erzählt, dass er zuvor befürchetet hatte, keinen guten Draht zu den Deutschen finden, aber das Gegenteil sei dann der Fall gewesen: "Ich hatte nicht gedacht, dass die Deutschen so kommunikativ sind: wir haben viel gesprochen und dabei auch oft Späße gemacht".

Gemeindepädagoge Joachim Reinhard und Pfarrer Dr. Kades zogen zum Abschluss der Begegnung ein rundum positives Fazit: „Der Kontakt zwischen deutschen und ägyptischen Jugendlichen war hervorragend. Vorurteile konnten abgebaut und viele neue Freundschaften geschlossen werden.“ Beste Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Projektes, dessen Anliegen es ist, Brücken zu bauen zwischen den Kulturen und Religionen. Für das nächste Jahr sind die jungen Ägypter zu einem Besuch nach Deutschland eingeladen.

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